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Fischkutter treibt manövrierunfähig vor Sylt

11. November 2013

Quelle: DGzRS

Quelle: DGzRS


Der neue Seenotkreuzer der Station List auf Sylt hat in der Nacht zu Sonntag, 10. November 2013, bei seinem ersten Einsatz seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Die noch ungetaufte Rettungseinheit mit der internen Bezeichnung SK 34 der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppte einen manövrierunfähigen Fischkutter sicher zur dänischen Nordseeinsel Rømø in den Hafen von Havneby.

Gegen 2 Uhr meldete die zweiköpfige Besatzung des niederländischen Fischkutters „Klazina“ mit Heimathafen Zoutkamp per Funk über den internationalen Not- und Anruf-UKW-Kanal 16 einen Motorschaden: Der 24 Meter lange Kutter trieb manövrierunfähig etwa sechs Seemeilen (rund elf Kilometer) vor der Westküste der Nordseeinsel Sylt in Höhe des Ortes Kampen. Die Seenotretter hatten den Notruf mitgehört und liefen sofort aus.
Beim Havaristen angekommen stellten sie bei südöstlichen Winden der Stärke 3 (bis zu 19 km/h) und einem Meter Seegang routiniert eine Leinenverbindung her. Anschließend brachte der nur 38 Tonnen verdrängende und 1.630 PS starke Seenotkreuzer den deutlich größeren, 151 Tonnen verdrängenden und 3,80 Meter tiefgehenden Kutter sicher in den Hafen von Havneby.
Vormann Christian Koprek war nach dem Einsatz sehr zufrieden mit seinem neuen Schiff: „Unser neuer Seenotkreuzer hat sich wirklich hervorragend bewährt“, lobte er. Um 6.40 Uhr war der erste Einsatz nach einer etwa 35 Seemeilen (rund 65 Kilometer) langen Fahrt abgeschlossen und SK 34 wieder einsatzbereit.