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Scharf oder mild – Der Sylter Senfmacher

15. Juli 2015

Kampen /

Nicht überall wo Sylt draufsteht, ist auch Sylt drin. Dass sich Produkte mit dem Inselriss zumindest gut vermarkten lassen, ist hinlänglich bekannt. Seit gut drei Jahren gibt es den „Sylter Koggensenf“ und natürlich sind auch dessen Senfkörner nicht hier gewachsen. Trotzdem handelt es sich um ein ziemlich syltiges Produkt, denn Wolfgang Gauckstern lebt mit seiner Frau Sandra Lorenz, eine gebürtige Sylterin, und seinen beiden Söhnen schon lange auf der Insel.

Gemeinsam betreiben sie mit großem Engagement das Restaurant „Kasseler Kogge“ auf dem Gelände des Jugendseeheimes des Landkreis Kassel zwischen Kampen und List. Anfangs war die Begeisterung für die Senfleidenschaft ihres Mannes bei Sandra Lorenz nicht besonders groß: „Ich mochte einfach keinen Senf und habe mich deshalb für die Idee selbst einen Sylter Senf zu produzieren erst einmal richtig taub gestellt.“ lacht sie. Woher kommt die ungewöhnliche Leidenschaft von Wolfgang Gauckenstern für Senf, den viele nur als Klecks am Tellerrand wahrnehmen? „Senf ist unglaublich vielfältig. Er ist ein spannendes Bestandteil von Dressings und Saucen und kann alleine  süß, scharf, mild und auch würzig Speisen ergänzen“, erklärt der gelernte Koch und Fleischer. Gestartet ist er mit sechs verschiedenen Sorten des „Sylter Koggensenfs“, heute sind es 13, die Gauckstern alle von Hand in der Koggenküche produziert, in Gläser abfüllt, etikettiert und dann verkauft. Nach dem der Senfsud drei Wochen gezogen ist, kommen verschiedene Zutaten hinzu. Die sind alle frisch und kommen teilweise von der Insel, so wie das Sylter Meersalz von Alessandro Pape. Ungewöhnliche Kreationen wie Himbeersenf oder Pflaumen-Rum-Senf sind so entstanden, die Renner dieser Saison sind der mediterrane Senf und die Variante mit Apfel-Meerrettich.

Der „Sylter Koggensenf“  unterscheidet sich aber nicht nur dadurch von industriell hergestellten Senfen. Vor allem seine schonende und aufwendige Zubereitung machen ihn zu einem echten Manufakturprodukt. Damit keine künstliche Zusatzstoffe notwendig sind, nutzt Wolfgang Gauckstern die im Senf enthaltenen ätherischen Öle für dessen Konservierung und fügt seinen speziellen Kreationen hochwertiges Gemüse, Früchte oder Flüssigkeiten hinzu. Und das hat auch Sandra Lorenz von ihrer Senfabneigung erfolgreich kuriert, denn wenn sie heute mal einen stressigen Tag hat, nascht sie einen Löffel „Sylter Koggensenf“, um schnell wieder fit zu werden.wszDen „Sylter Koggensenf“ gibt es ab 4,75 Euro direkt in der „Kasseler Kogge“, bei ausgesuchten Händlern auf der Insel und im Netz unter www.sylter-koggensenf.de