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RDC kämpft um Trassenvergabe

30. Oktober 2015

Sylt

RDC kämpft, um ab Mitte Dezember mehr Autozug-Fahrten zwischen Westerland und Niebüll anbieten zu können. Bisher sind es deutlich weniger Fahrten als die Deutsche Bahn anbietet. Nun hat RDC weitere Trassen beantragt, die eigentlich für den Nahverkehr gedacht waren. Da die Nord-Ostsee-Bahn zu den beantragten Zeiten nicht fahren wird, könnte theoretisch ein anderes Unternehmen Züge über den Damm rollen, so RDC. Die DB Netz AG hat der Argumentation nicht stattgegeben. Die Verladestationen in Niebüll und Westerland könnten dadurch höchstwahrscheinlich nicht genutzt werden. Mit diesem Konflikt hat sich nun das Verwaltungsgericht Köln auseinander gesetzt. Es sei ein unternehmerisches Risiko der RDC GmbH, ob es eine Trasse annehme, die möglicherweise nicht in Anspruch genommen werden könne, weil kein Platz in den Verladestationen zur Verfügung stehe“. Sollte RDC den Antrag durchgesetzt bekommen, die Nahverkehrs-Trassen fahren zu dürfen, würde das Unternehmen täglich neun bis elf Fahrten pro Richtung anbieten. Gleichzeitig geht es in diesem Konflikt aber auch um Verfahrensweisen, wann und wie die DB Netz AG Trassen vergeben, beziehungsweise ablehnen darf. Da in diesem Bereich noch Unklarheiten herrschen, wird die DB gegen das Kölner Urteil Beschwerde beim Oberverfassungsgericht einlegen, so ein DB-Sprecher gestern.

Quelle: Sylter Rundschau