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Naturschutzverbände gegen Erweiterung von Kitezonen

15. September 2017

Sylt

Die Naturschutzverbände NABU, Schutzstation Wattenmeer und WWF hatten dem Kompromiss zum Kitesurfen im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, der im letzten Jahr entwickelt wurde und an dem die Naturschutzverbände intensiv beteiligt waren, nur unter großen Bedenken zugestimmt. Die vorgesehenen Kite-Gebiete sind sehr groß und in einigen Fällen nur schwer mit den Anforderungen des Vogelschutzes im Nationalpark in Einklang zu bringen. Am 12. September 2017 hat die schleswig-holsteinischen Landesregierung einen Koalitionsvertrag geschlossen, der laut Schutzstation Wattenmeer den Kompromiss zwischen Naturschutz und Wassersport unnötig in Frage stellt. Die jetzt veröffentlichten Vorschläge sehen eine Ausweitung von Kitezonen auf drei Kilometer vor und reichen zum Beispiel westlich von Sylt weit in das 1999 eingerichtete Schweinswalschutzgebiet hinein. Die Naturschutzverbände lehnen jegliche erheblichen und letztlich rechtswidrigen Beeinträchtigungen des Nationalparks durch menschliche Aktivitäten ab. Das Risiko für solche Beeinträchtigungen wächst jedoch durch die geplanten Erweiterungen. Daher sprechen sich der NABU, die Schutzstation Wattenmeer und der WWF dafür aus, den im vergangenen Jahr gefundenen Kompromiss beizubehalten und keine Ausweitung von Kitezonen vorzunehmen.