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Experten begutachten Sturmschäden

13. Februar 2020

Wie schlimm sind die Sandverluste auf Sylt nach Orkantief Sabine und der Sturmflutserie der vergangenen Tage wirklich? Um das herauszufinden hat eine Delegation aus Küstenschutzexperten am Donnerstag die Sylter Westküste in Augenschein genommen. Mit dabei war auch Umweltminister Jan Philipp Albrecht. Sein Fazit zu den Auswirkungen des Sturms in Nordfriesland: „Grundsätzlich müssen wir sagen, dass unsere Deiche der schweren Sturmflutserie gut getrotzt haben und die Schäden eher gering ausgefallen sind. Trotzdem gibt es einige Bereiche in denen Schäden entstanden sind und vor allem Sand abgetragen wurde. Das sieht man hier auf Sylt sehr gut. Das gibt es auch auf anderen Inseln. Da müssen wir uns die genauen Schäden jetzt anschauen und wie können wir ihnen schnell entgegenwirken, um den Schutz wieder herzustellen“, so Albrecht.

Die höchste Abbruchkante ist aktuell im Inselnorden zu finden. Die Treppe am Lister Weststrand hat den Naturgewalten nicht stand gehalten.

Arfst Hinrichsen vom Landesbetrieb für Küstenschutz erläutert die Schäden in List: „Die Treppe lange Beine bekommen hat. Das bedeutet, dass der Strand erheblich an Höhe verloren hat. Die Randdüne ist angegriffen, dadurch ist die Strandtreppe nicht mehr passierbar. Der Zugang zum Strand ist dadurch aktuell gar nicht möglich. Für den Küstenschutz bedeutet das, dass der Bereich hier nicht mehr durch eine Vordüne geschützt ist.“

Ingesamt ist Sylt mit einem blauen Auge davon gekommen, so die Meinung der Fachleute. Die Strategie der letzten Jahre Vordünen aus Sand aufzuspülen hat sich bewährt. Durch die Sturmfluten wurden sie abgetragen und liegen nun vor der Küste, wo der zusätzliche Sand die Wucht der Brandung abschwächt.