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Corona-Krise: Sylt wird abgeriegelt

16. März 2020

INSEL SYLT.

Seit Freitag überschlagen sich die die Reaktionen auf die Corona-Pandemie. Ministerpräsident Daniel Günther hat am Sonntagabend an mögliche Schleswig-Holstein-Urlauber appelliert, Reisen in den Norden zu unterlassen. Als erste Maßnahme wurden die schleswig-holsteinischen Inseln an Nord- und Ostsee am Montag früh abgeriegelt. Urlauber wurden aufgefordert die Heimreise anzutreten. Entsprechend groß war der Andrang am Montag an der Autoverladung in Westerland.

Grund für die Maßnahme ist das Ziel, die medizinische Versorgung auch in der aktuell kritischen Lage für die Inselbewohner zu sichern. Die Kapazitäten der Intensivmedizin in der Asklepios Nordseeklinik sind nicht für eine große Zahl Touristen ausgelegt.

Von den Zugangsbeschränkungen auf Sylt ausgenommen sind Personen, die ihren ersten Wohnsitz auf einer der Insel haben oder zur Arbeit auf die Insel müssen. Auch die Versorgung der Insel mit Gütern des täglichen Bedarfs ist weiterhin sichergestellt.

Der Kreis Nordfriesland hat am Sonntagabend eine Allgemeinverfügung zur Beschränkung von Kontakten in öffentlichen Bereichen erlassen. Demnach sind alle öffentlichen Veranstaltungen untersagt. Kneipen, Kinos, Fitness-Studios, Schwimmbäder, Saunen und ähnliche Betriebe bleiben geschlossen. Restaurants und Imbisse dürfen aktuell noch öffnen. Sie müssen jedoch alle Besucher mit Kontaktdaten und Uhrzeit erfassen. Außerdem muss zwischen besetzten Tischen ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden.

Nach Angaben der Landeregierung gab es Montagmorgen in Schleswig-Holstein aktuell 123 gemeldete Corona-Fälle. Damit hat sich die Zahl der Infizierten seit Freitag verdoppelt.