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Onlineumfrage: Wenningstedter wünschen sich mehr und größeren Wohnraum. Hoher Bedarf auch an barrierefreien Wohnungen.

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Die Fraktion „Bündnis Zukunft.“ unter Federführung von Max Holst, Bauausschussvorsitzender in Wenningstedt-Braderup und Katrin Thies, ebenfalls Mitglied des Bauausschusses in Wenningstedt-Braderup, hatte zu einer Online-Umfrage zum Thema Wohnen in Wenningstedt-Braderup aufgerufen. Im Zeitraum vom 23.01. – 05.02.2023 beteiligten sich 208 Teilnehmer an der Umfrage. Die Ergebnisse geben teils deutliche Antworten und zeigen den künftigen Handlungsbedarf auf. Von den Teilnehmern, die lediglich zu 35% bereits ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde Wenningstedt-Braderup haben, sind 28% wohnungssuchend. Die Gründe für die Wohnungssuche sind vielfältig und reichen von der Wohnungsgröße (zu klein 37%, zu groß 14%) über den Wunsch nach Wenningstedt zu ziehen (27%) bis hin zur Wohnungslosigkeit (8,5%). Festzustellen ist ein hoher Platzbedarf pro Person. Die Spannbreite bei den gewünschten Wohnungsgrößen liegt, abgesehen von zwei Ausreißern, zwischen 35 und 120 m². Selbst Einpersonenhaushalte suchen mehrheitlich Wohnungen mit 2 Zimmern und im Durchschnitt 57qm Wohnungsgröße. Einzimmerwohnungen werden gar nicht gesucht. Zweipersonenhaushalte suchen entsprechend mehrheitlich 3-4 Zimmerwohnungen mit durchschnittlich 78qm. Lediglich 4% suchen eine 5- oder maximal 6-Zimmerwohnung. Dies mag jedoch auch an der Altersstruktur der Teilnehmenden gelegen haben, die zu 86% älter als 41 Jahre waren. Unter der Voraussetzung, dass sie frei wählen könnten, wünschen die Teilnehmer sich zu 64,5% eingeschossige Gebäude in Form von Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhäusern. Nur gut 5% würden freiwillig in einem Geschosswohnungsbau wohnen wollen. Auch auffallend ist der recht hohe Prozentsatz von 25% der Wohnungssuchenden, die zwingend eine barrierefreie Wohnung suchen. Wiederum ein Viertel dieser Gruppe benötigt tägliche Pflege oder Betreuung. In einem weiteren Abschnitt hatte die Umfrage um persönliche Einschätzungen zum Thema bauliche Entwicklung in der Gemeinde Wenningstedt-Braderup gebeten. Nur rund 15% sind für eine weitere bauliche Verdichtung im Ort. 54% sehen eine Lösung des fehlenden Dauerwohnraumes in der Steuerung der Nutzung, lediglich 30% sehen Neubau als den rechten Weg. Ein klares Stimmungsbild auch in Bezug auf die Entwicklung der Einwohnerstruktur: 79% wünschen sich eine Zunahme der Hauptwohnsitze. Zweitwohnsitze (60%) und Gästebetten (64%) sollten nach dem Willen der Befragten zurückgehen. In Anbetracht der Umfrageergebnisse kommt die Fraktion Bündnis Zukunft. zu folgendem Schluss: Bündnis Zukunft. Ein weiteres Anwachsen von Zweitwohnungen und Gästebetten ist mehrheitlich ebenso wenig erwünscht wie Verdichtung oder Neubau. Dauerwohnraum ist folglich vorrangig durch Umnutzung von Ferien- und Zweitwohnungen zu schaffen. Hierzu sind schleunigst steuernde Maßnahmen zu ergreifen, z. B. verbindliche Festsetzungen zu Dauerwohnraum in Bebauungsplänen oder Anpassung der Zweitwohnungssteuer. Zu überdenken ist auch die zulässige Anzahl von Wohnungen, da in Wenningstedt-Braderup überwiegend Haushälften entstehen, die von der Größe her am Bedarf der Bevölkerung vorbeigehen. Der öffentliche Wohnungsbau sollte sich auf soziale Aufgaben konzentrieren, wie etwa die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum. Die Mitglieder der Fraktion „Bündnis-Zukunft.“ danken allen, die mitgemacht haben.

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