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Flüchtlinge auf Sylt – Entscheidung gefallen

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Flüchtlinge auf Sylt - Entscheidung gefallen

Flüchtlinge auf Sylt – Entscheidung gefallen. Schon im Vorfeld der Gemeinderatssitzung hagelte es Proteste Richtung des Rathauses. Denn die vorgeschlagenen Plätze für die Aufstellung der Container, die dann Flüchtlinge beherbergen sollen, lagen in der Nähe von Wohngebieten. Der Beschluss, Standorte wie den Johann-Möller-Platz oder den Schützenplatz in die engere Auswahl zu nehmen, ließ den Gemeinderatssaal aus allen Nähten platzen. Ohnehin verfügt dieser nur über 50 improvisierte Zuschauerplätze. Und diese waren bis auf einen einzigen Platz gefüllt.

Man merkte den anwesenden Bürgern an, dass sie sicherlich schon die Reden parat hatten, um Entscheidungen anzufechten.

Bürgervorsteher Dobrzinski eröffnete die Sitzung und wies direkt darauf hin, dass der Beschluss über den Standort vorgezogen wird.

Südlich der Sylter Werkstätten

Als die Entscheidung bekannt gegeben wurde, ging ein Aufatmen durch die Reihen der Zuschauer. Die Rasenfläche südlich der Sylter Werkstätten wurde als zukünftiger  Standort vorgeschlagen. Die Abstimmung war relativ eindeutig. 25 Teilnehmer der Sitzung stimmten für den Standort und eine Stimme dagegen. Die Begründung von Gritje Stöver: Flüchtlingscontainer sollten nicht in der Nachbarschaft von Behindertenwerkstätten, Grundschulen und Kitas stehen.

Unruhe bei Aussagen der Grünen

Nach ein paar spitzen Bemerkungen Richtung CDU-Fraktion (u.a. die Vernunft hat gesiegt) wurde es dann etwas lauter im Saal.  Denn dass es bei den Westerländern brodelt, spürte man bei der Aussage von Roland Klockenhoff, dass Menschen ein Dach über dem Kopf brauchen.

„Was ist mit den Syltern?“ lauteten die Rufe aus dem Publikum.

 

Klockenhoff rief mit seiner Bemerkung: “Die Flüchtlinge seien auch Sylter, weil ja hier gemeldet”, das ein oder andere spöttische Lachen. Er konterte dies mit „Wann ist man Sylter?“ Eine Frage, die immer Streit provoziert und deren Antwort wohl niemals gehört werden wird.

Nach Abstimmung der Gemeindevertreter leerte sich der Saal in Windeseile. Wobei Windeseile wörtlich genommen werden kann, denn der Sturm sorgte teilweise dafür, dass Autotüren fast aus den Angeln gerissen wurden.

Wie auch schon bei der Schulverbandssitung zwei Tage vorher, so war auch hier erkennbar, dass sich die Verantwortlichen Entscheidungen nicht machen, sondern der Findungsweg kontrovers diskutiert wird. Einige Gemeindevertreter schossen über das Ziel hinaus und landeten ab und nach polemischen Einlassungen auf der  stillen Treppe.

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